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Wie Findet Man Raus Wie Lang Die Haare Sein.sollen.de

Lange Haare – der Traum eines jeden Mädchens. Ich habe einen jahrelangen Kampf hinter mir, endlose Verzweiflung, Frustration und Heulerei nach jedem Frisörbesuch. Einige von euch schütteln jetzt doch Kopf „oh man, was'n bei der los, die übertreibt ja total! Sind doch bloß Haare…" und andere werden jetzt wissend und mitfühlend nicken und sich denken „Oh ja, da kann ich auch ein Lied von singen."

Für all diese Mädels ist dieser Post gedacht. Für alle anderen gibt's immerhin ein bisschen Washi Tape.

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig direkt am Anfang zu sagen, dass alle Haare anders sind und es kein Geheimrezept für Jedermann gibt. Ich kann euch natürlich nur von den Dingen berichten, die bei mir gut funktionieren. Mein Haartyp ist von Natur aus hellblond und leider wurde ich nicht mit einer voluminösen Lockenpracht gesegnet, sondern eher mit glatten Spaghetti mit einer Vorliebe für statische Aufladung und filzige Vogelnester im Nacken. Nennen wir es einfach Mimosenhaare. Pflegebedürftig, zickig und äußerst nachtragend.

Dieser Post spiegelt also meine persönlichen Erfahrungen und Angewohnheiten und ist somit natürlich nicht Frisörfachzeitschriftentauglich oder wissenschaftlich belegt. Wer jetzt also den Finger heben will und „Ja aber" sagen will, der hat also entweder andere Haare als ich oder einfach nur mehr Ahnung, beides kommt sehr häufig vor. Ich verzichte absichtlich auf explizite Produktempfehlungen und zeige nur das, was ich momentan für meine Haarpflege benutze.

1. Hitze ist Tabu.

Hitzeschutzmittel blabla. Total egal, womit ihr eure Haare einsprüht, um sie danach zu foltern. Es ist nur, um euer Gewissen zu beruhigen. Ein Hitzeschutz wirkt genau so gut wie Faltencremes – nämlich gar nicht. Ich ignoriere jetzt einfach mal trotzig jede Studie und jedes Testergebnis und sage euch meine arrogante Meinung: Spart euch das Geld. Lasst Hitze einfach weg und eure Haare werden euch danken. Ihr müsst deswegen nicht ganz auf einen Fön verzichten, aber gewöhnt euch an kalt zu fönen oder wenigstens ein nur bisschen warm – aber dann in bitte gutem Abstand und auch nur noch die Restfeuchtigkeit. Die Haare von tropfend auf trocken zu bringen ist eine Prozedur, die ihr euch dringend abgewöhnen solltet. Noch schlimmer als der Fön ist allerdings Todfeind Nr.1 – Lockenstab/Glätteisen. Ich weiß, wie toll man damit aussehen kann – aber überlegt euch vor jeder Benutzung genau, ob der Anlass den Schritt näher zum Frisör wert ist. Ein Date mit dem heißesten Typen, den ihr je gesehen habt? Ran an das Teil! Ein ganz normaler Schultag? Finger weg.

2. Weniger waschen = weniger Stress

Einer der Punkte, den ich mir früher nie vorstellen konnte, aber SO viel gebracht hat. Mittlerweile wasche ich meine Haare nur noch ca. zwei Mal pro Woche. Natürlich sehen die am dritten Tag nicht mehr taufrisch aus. Natürlich werden die fettig! Aber es gibt ein Wundermittel: Trockenshampoo! Wenn man einmal damit vertraut ist, möchte man es nie mehr hergeben. Ich habe verschiedene Sprühvarianten ausprobiert, aber erstens bekomme ich bei den meisten akute Atemnot und zweitens sind sie sehr teuer. Das gute alte Babypuder ist eine wahre Wunderwaffe – nicht nur gegen fettige Haare, sondern auch für ein traumhaftes Volumen. Aber es ist Gewohnheitssache und leider auch eine Frage der Haarfarbe. Diesen Trick werden Blondinen leichter befolgen können als Dunkelhaarige, denn das Puder ist nicht unsichtbar. Stäubt euch einfach ganz vorsichtig ein bisschen Puder auf den Haaransatz und auf alle Stellen, die fettig aussehen – Schläfe, Scheitel, Partie über den Ohren, Hinterkopf. Dann knetet ihr das Puder mit den Fingern ein und rubbelt am Ende noch einmal vorsichtig mit dem Handtuch drüber. Jetzt könnt ihr entweder ganz vorsichtig kämmen – oder auch nicht. Ich kämme oft nur mit den Fingern durch und knete mir die Haare am Ansatz schön voluminös. Ich sag's euch: Alle werden denken, diese Frisur hätte euch stundenlange Arbeit gekostet! Für alle, die sich gerade Gedanken machen: Dass ich mir die Haare nur alle paar Tage wasche bedeutet natürlich nicht, dass ich auch nur genau so oft dusche. (Für Sportler ist es natürlich nicht ganz so einfach, da man natürlich an der Kopfhaut auch schwitzt und die Haare natürlich waschen muss.) Ich habe mich mittlerweile wunderbar an diese Variante gewöhnt und habe morgens so unendlich viel mehr Zeit und weniger Stress.

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3. Pflegeprodukte – aber bitte nicht zu viele

Wenn man sich bei YouTube oder dm mal umschaut, bekommt man für Haare ALLES. Wenn man aber alles befolgen würde, dann kann man allein unter der Dusche bis zu 5 Produkte nacheinander in seine Haare schmieren, nur um sie nach dem Waschen mit weiteren Produkten vollzustopfen. Das kann ja nicht gut sein. Entscheidet euch für das, was ihr am besten findet. Ich habe mich an das Haaröl von Alverde gewöhnt (nach anfänglichen Dosierungsschwierigkeiten, bei denen ich aussah wie… naja), das ich mir ganz leicht in die Spitzen knete, damit sie nicht so frisselig aussehen. 1-2 Tropfen reichen vollkommen! Ich will euch nicht sagen, was gut und was schlecht ist – aber entscheidet euch für eine Sache. Haarspray, Schaum, Gel, Wachs… Wenn man mal ein paar Tage ohne den Kram verbracht hat, vermisst man es auch nicht mehr. Das einzige, was ich ab und zu nutze ist Haarspray – aber nur als leichten Film gegen fliegende Haare oder lästige Ponysträhnen.

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4. Keine Silikone

Ich hab mich lange gesträubt, aber es einfach mal ausprobiert und verwende jetzt seit ein paar Monaten ausschließlich silikonfreie Produkte. Das macht keinen Spaß. Das Shampoo schäumt nicht so schön und die Haare riechen bei weitem nicht so lange nach Shampoo, wie bei anderen. Sie wirken am Anfang matt und einfach störrisch. Ich bin noch nicht ganz überzeugt und vielleicht nutze ich sie noch nicht lang genug, aber angeblich wird man am Ende mit einer prachtvollen Mähne belohnt. Da meine Haare eindeutig gesünder sind als vorher, nehme ich diese Nachteile in Kauf und werde es weiter nutzen. Trotzdem weine ich ganz heimlich meinen duftenden Silikonbomben hinterher.

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5. Haargummis

Ein Zopf immer an der gleichen Stelle verursacht auf Dauer natürlich Schäden und lässt die Haare an dieser Stelle brechen. Da wahrscheinlich die wenigsten auf diese praktische Frisur verzichten wollen, gibt es immerhin einen Tipp, wie man die Haare wenigstens nicht ganz so doll schädigt. Achtet bei Haargummis einfach darauf, dass sie kein Metallteil haben, das eure Haare auf Dauer brüchig macht. Eine ganz tolle neue Erfindung sind diese Gummispiralen (Invisibobble*), die in den Haaren zwar merkwürdig aussehen (am Arm erst recht!), aber keine Druckstellen hinterlassen. Ich wollte es ja selbst nicht glauben, aber selbst nach einem ganzen Tag mit Zopf sind meine Haare immer noch glatt wie immer – ohne jeden Knick. Hut ab!

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6. Stufenschnitt bei langen Haaren

Ich habe ewig  mit meinem Stufenschnitt gekämpft, aber wenn man sich gern die Haare wachsen lassen möchte, ist ein Stufenschnitt das falsche. Die rauswachsenden Stufen sehen einfach nicht schön aus. Monatelang habe ich mir selbst immer einen Zentimeter unten abgeschnitten und mich so immer Stück für Stück der nächsten Stufe genähert. Unten waren also alle Haare gesund, nur oben drüber sah es aus wie Kraut und Rüben. Lasst euch als Grundlage also am besten die Haare auf eine Länge schneiden.

7. Vorsicht mit Frisören!

Das war bei mir einer der wichtigsten Punkte. Ich bin einfach nicht mehr zum Frisör gegangen. „Nur einen Zentimeter" jaja. Und schwupps waren es zehn. „Nur das Nötigste!" Jaja und schwupps hatte man nen Longbob. Schluss damit. Ich habe mindestens ein Jahr lang meine Haare selbst geschnitten oder meine Mama dran gelassen. Alle 2-3 Monate einmal die Spitzen ab. Wirkt Wunder! Nach dieser Zeit bin ich dann einmal zum Frisör gegangen, um mal wieder die vordere Partie etwas zu „formen" und habe dabei natürlich wie ein wachsamer Hund jeden Scherenschnitt verfolgt. Und ich wurde gelobt: „Nur die letzte Stufe ist etwas kaputt, sonst ist alles super!" Also wurde mir die letzte Stufe einmal nachgeschnitten und wirklich nur 1cm vom Rest. Es hat sich also gelohnt.

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8. Lange Haare und Farbe…

Ich bin da jetzt nicht die Person, die aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen kann – aber wenn ich eins bei YouTube gelernt habe, dann ist es, dass blondieren die Haare kaputt macht. Also nehme ich diesen Punkt hier selbstverständlich auf, auch wenn er für mich persönlich eh unwichtig ist. Färbt ihr eure Haare also regelmäßig blond und habt von Natur aus eher feine Haare? Dann müsst ihr euch wohl oder übel entscheiden, ob eure Haare eher blond oder lang sein sollen. Die Kombination ist bestimmt möglich – aber garantiert nicht einfach.

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9. Bürsten und Handtücher

Dass man die Haare nicht trocken rubbeln, sondern eher trocken „drücken" soll, ist kein Geheimnis. Da die Haarstruktur vom Wasser aufgeweicht ist, können die Haare vom groben Rubbeln im Handtuch kaputt gehen. Also wickelt lieber vorsichtig ein Handtuch um den Kopf und dreht es fest, so dass das Handtuch sind aufsaugen kann. Lasst es am besten nicht zu lange am Kopf, das gibt (jedenfalls bei mir) immer ziemlich blöde Wirbel in der Stirnpartie. Am besten nach ein paar Minuten abnehmen, mit den Fingern durchwuscheln und erst einmal Lufttrocknen lassen. Erst, wenn die Haare angetrocknet sind, fange ich vorsichtig an sie zu kämmen. Dabei fange ich unten an und arbeite mich nach oben vor. Seit 1-2 Jahren habe ich auch dieses ominöse überteuerte Plastikteil mit dem Namen „Tangle Teezer*" und ich kann ihn mir nicht mehr weg denken. Ich habe am Anfang keinen großen Unterschied gemerkt, aber wenn ich jetzt zu einer normalen Bürste greife, habe ich das Gefühl (erfolglos) mit einem Strohballen zu kämpfen.

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10. Lange Haare – wie schläft man damit?

Niemand schläft gern in einem Filzknäuel, darum hat bestimmt jede von uns ihre eigene Art, die Haare über Nacht zu bändigen. Ich halte persönlich nichts von einem geflochtenen Zopf, da ich mich dann am nächsten Morgen fühle wie eine aus der Kelly Family. Leichte Wellen ab der Kopfhälfte und zippelige Spitzen mit Haargummi Abdruck sind wirklich nicht die Grundlage für eine schöne Frisur. Ein Dutt wäre natürlich am besten, aber schädigt die Haare auf Dauer. Ich drehe sie mir oft als Knäuel mitten auf dem Kopf und stülpe dann so einen hautfarbenen Seidenstrumpf drüber, den ich dann durch drehen befestige (so genau kann ich das schlecht erklären, probiert es einfach mal aus). Das hält meist nicht die ganze Nacht und lockert sich, aber am nächsten Morgen sind die Haare abdruckfrei, nicht verwuschelt und nicht kaputt.

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 Ich hoffe, eure Tipps haben euch geholfen und ihr seid schon auf dem Weg ins Bad, um eure Produkte nach Silikonen zu untersuchen. Ich wünsche euch viel Erfolg! Für weitere persönliche Geheimtipps in den Kommentaren freue mich mich natürlich sehr!

*Kooperation mit Flaconi

Wie Findet Man Raus Wie Lang Die Haare Sein.sollen.de

Source: https://www.odernichtoderdoch.de/wie-alles-begann/?p=4869

Posted by: lindsaycreatil.blogspot.com

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